E.ON: Tanzend die Arbeitswelt revolutionieren

Warum die Tech-Branche im Jahr 2026 sowohl Choreografen als auch Programmierer braucht – ein Ctrl Alt Lead Podcast

Bildquelle: E.ON

Ein weit verbreitetes Klischee über Berufe in der Technologiebranche besagt, dass man entweder als Programmierer im Kapuzenpullover arbeitet oder ein milliardenschwerer Gründer mit ehrgeizigen Visionen ist. In der aktuellen Folge von Ctrl Alt Lead hinterfragt Kara Flook beides.

Die Leiterin für neue Technologien bei E.ON Energy begann ihre berufliche Laufbahn mit einem Tanzstudium. Dies betrachtet sie nicht als Umweg, sondern als Vorteil: Sie hebt hervor, dass Kompetenzen wie Selbstsicherheit unter Druck, Resilienz bei Rückschlägen und die Fähigkeit, überzeugende Geschichten zu präsentieren, gerade in einer von künstlicher Intelligenz geprägten Technologiewelt zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Kara bezeichnet sich selbst als „People Techie“ und legt dabei weniger Wert auf technische Details als auf messbare Resultate. Ihr Fokus liegt darauf, wie Technologie Prozesse effizienter gestaltet, Nutzererfahrungen optimiert und nachhaltige Veränderungen ermöglicht.

Da KI immer komplexer wird, sind sowohl Spezialisten als auch Übersetzer gefragt, um technische Lösungen sinnvoll umzusetzen. Kara sieht das bei Talenten ähnlich. In Unternehmen ist beides gefragt: Experten, die sich mit den Technologien auskennen, und Menschen, die technische Möglichkeiten in sinnvolle Anwendungen übersetzen können. Diese ganzheitliche Sichtweise prägt Karas Arbeit.

Als Enterprise Advisor arbeitet Kara mit Schulen zusammen und bemerkt dabei häufig, dass Schüler veraltete Vorstellungen von Tech-Karrieren haben. Viele stellen sich entweder isolierte Entwickler oder prominente CEOs vor, ohne einen Blick auf die vielen verschiedenen Rollen zwischen diesen Extremen – etwa Bereiche wie Strategie, Management und Change-Management. Da Lehrer die rasanten Entwicklungen nicht immer nachverfolgen können, sieht Kara die Verantwortung bei Branchenprofis, die Wahrnehmung grundlegend zu verändern.

Das erfordert einen langen Atem. Für Führungskräfte beginnt der Wandel im eigenen Unternehmen: Stellenanzeigen sollten klar zwischen „unverzichtbar“ und „wünschenswert“ unterscheiden, Gehaltsspannen transparent machen und flexible sowie hybride Arbeitsmodelle anbieten. Kara betont außerdem, dass zu viele Anforderungen und unklare Erwartungen Bewerber nicht nur aussortieren, sondern sie schon von vornherein abschrecken.

Die zentrale Botschaft lautet: Technisches Know-how allein reicht nicht. Wer echte Transformation ermöglichen will, braucht neben technischem Know-how ebenso viel Gespür für Abstimmung und Zusammenarbeit.

Um den vollständigen Podcast anzuhören, schauen Sie sich das Video an, nutzen Sie den Webplayer oder suchen Sie Ctrl Alt Lead jetzt auf Spotify und Apple Podcasts.

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf unserer Schwester-Website Computing.