Accenture fordert Mitarbeiter auf, KI zu nutzen oder zu gehen und entlässt 11.000 Mitarbeiter
Wer KI nicht nutzen kann oder will, muss gehen. Gleichzeitig soll die Gesamtmitarbeiterzahl erhöht werden.
Accenture entlässt mehr als 11.000 Mitarbeiter, die laut CEO Julie Sweet nicht mit dem KI-Programm zurechtkommen. Dennoch wird der Beratungsriese seine Mitarbeiterzahl insgesamt erhöhen, wobei der Schwerpunkt auf Daten- und KI-Fachkräften liegt.
Accenture-CEO Julie Sweet erklärt, dass die Mitarbeiter KI lernen und anwenden sowie KI-Projekte für Kunden umsetzen müssen. Andernfalls müsse er oder sie das Unternehmen verlassen. Zugleich gibt Accenture die Entlassung von mehr als 11.000 Mitarbeitern bekannt, die laut Unternehmensangaben nicht entsprechend umgeschult werden können.
Während der Telefonkonferenz zu den Finanzergebnissen des Unternehmens für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2025, welches im August dieses Jahres endete, kündigte Sweet den Abbau von Mitarbeitern an, „bei denen eine Umschulung nach unserer Erfahrung kein gangbarer Weg für die von uns benötigten Fähigkeiten ist”.
Sweet fügte hinzu, dass man ungeachtet dieser Entlassungen seine Mitarbeiterzahl im kommenden Geschäftsjahr mit Schwerpunkt auf KI erhöhen werde.
„Fortschrittliche KI hat die Aufmerksamkeit von CEOs, Führungskräften und Vorständen schneller auf sich gezogen als jede andere technologische Entwicklung, die wir in den letzten zwei Jahrzehnten gesehen haben“, sagte Julie Sweet, CEO von Accenture. „Generationen von Führungskräften benötigen neue Fähigkeiten, um zu verstehen, wie KI ihre Geschäftsstrategie beeinflussen sollte. Die Belegschaft benötigt neue Fähigkeiten, um KI nutzen zu können, und es müssen neue Talentstrategien und entsprechende Kompetenzen entwickelt werden ... Wir arbeiten mit Unternehmen zusammen, die noch am Anfang ihrer KI-Nutzung stehen und unsere Hilfe benötigen, um sich auf KI vorzubereiten und unsere Ressourcen und Plattformen zu nutzen, um ihre Fähigkeit zum Einsatz von KI zu beschleunigen.“
Laut Sweet beschäftigt das Unternehmen derzeit 77.000 KI- und Datenexperten. 2023 waren es nur 40.000. „Wir haben allein in diesem Jahr an mehr als 6.000 fortschrittlichen KI-Projekten gearbeitet und im Gesamtjahr 2025 bedeutende Umsätze erzielt. Außerdem sind wir dabei, alle unsere Neu- und Wiedereinsteiger mit den neuesten KI-Kenntnissen auszustatten. Über 550.000 seien bereits in den Grundlagen der Gen-KI geschult.“
Insgesamt verzeichnete das Unternehmen einen Anstieg des Jahresumsatzes um sieben Prozent auf 69,7 Milliarden Pfund und einen Anstieg des Betriebsergebnisses um ebenfalls sieben Prozent auf 10,2 Milliarden Dollar. Die Hälfte des Umsatzes des Unternehmens wird in den USA erzielt, etwas mehr als ein Drittel in der EMEA-Region. Der Umsatz verteilt sich zu etwa 50/50 auf Beratung und Managed Services.
Das Unternehmen bietet auch Sicherheitsdienstleistungen an, die zunehmend auch KI als Bedrohung und Chance umfassen. „Einerseits beobachten wir, dass Angreifer KI einsetzen, um Angriffe zu automatisieren, Nachrichten und Deepfakes zu generieren und schneller als je zuvor nach Schwachstellen zu suchen. Andererseits bieten KI, Analytics und Big Data den Verteidigern leistungsstarke neue Werkzeuge, um sich gegen solche Angriffe zu schützen“, erklärte Kamran Ikram, Sicherheitsleiter bei Accenture, UKIA, gegenüber Computing Anfang dieses Jahres.
Dieser Artikel erschien ursprünglich auf unserer Schwester-Website Computing .