Om Malik, Gründer von GigaOm, verbrachte seine Karriere damit, schwierige Fragen zu stellen, die die Tech-Branche nicht hören wollte

Der Gründer von GigaOm war einer der ersten und einflussreichsten Tech-Journalisten.

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Om Malik verstarb am 24. Juni 2026 nach einem langen Kampf gegen eine Krankheit. Falls Sie in der IT-Branche tätig sind und sein Name Ihnen nicht sofort etwas sagt: Seine Arbeit hat viele von uns Tech-Journalisten vor langer Zeit geprägt – insbesondere in Bezug darauf, wie über Technologie berichtet wird und wie sie zur Rechenschaft gezogen wird.

Malik wurde in Neu-Delhi geboren und kam nach Amerika, um über eine Branche zu berichten, die die grundlegendsten Bereiche der Gesellschaft – Kommunikation, Zugang zu Informationen und Wirtschaft – grundlegend veränderte.

Im Jahr 2001 gründete er GigaOm, eine der frühesten und einflussreichsten Tech-Nachrichtenseiten zu einer Zeit, als die Medien noch versuchten, ihren Platz in einer vernetzten Welt zu finden.

GigaOm berichtete nicht nur über Technologie, sondern hinterfragte die Branche. Malik fragte, was die Technologie tatsächlich bewirkte, wem sie diente, und berichtete, wenn der Hype nicht der Realität entsprach.

Als junger Netzwerkadministrator betrachtete ich GigaOm damals als unverzichtbare Lektüre. Maliks Essay aus dem Jahr 2016 im The New Yorker mit dem Titel „Silicon Valley Has An Empathy Problem“ war nicht nur seiner Zeit voraus, sondern prognostizierte auch den ungebremsten Einfluss, den Technologieunternehmer über das gesamte politische, soziale und wirtschaftliche Spektrum hinweg ausüben würden.

Er hatte den Konflikt zwischen Menschen, die sich mit Technologie auskannten, aber die Menschen nicht verstanden, für die sie diese Technologie entwickelten, vollständig erfasst.

Später wurde er Partner bei True Ventures, der Firma, die sein erster Investor war, und war dort 18 Jahre lang tätig. Er schrieb für The Wall Street Journal, Fast Company und Wired. Bis in seine letzten Tage hinein schrieb und analysierte er weiter – Tech-Journalismus war nicht nur sein Beruf, sondern seine Leidenschaft.

Für diejenigen unter uns, die über Technologie berichten, war Om ein Vorbild. Nicht nur wegen seiner hervorragenden Schreibkunst und der großartigen Inhalte, die er schuf, sondern auch wegen seiner Integrität und seines Engagements, hinter die Kulissen der Technologiebranche zu blicken. Om Malik verfolgte die Wahrheit über die Branche und ihre Auswirkungen auf echte Menschen und Organisationen.

Das ist ein Szenario, mit dem Führungskräfte mittelständischer Unternehmen sich identifizieren können. Sie sind es, die Tag für Tag dafür sorgen müssen, dass die Technologie funktioniert, während Sie gleichzeitig die Privatsphäre, die Produktivität und die Online-Sicherheit Ihrer Mitarbeiter gewährleisten.

Om Malik hat die Technologiebranche jahrzehntelang daran erinnert, dass Innovation ohne Verantwortungsbewusstsein nicht ausreicht und dass das Verständnis für Menschen genauso wichtig ist wie das Verständnis für Technologie.

In einer Zeit, in der KI nahezu jeden Aspekt der Wirtschaft und Gesellschaft neugestaltet, ist diese Lektion vielleicht wichtiger denn je.

Ruhe in Frieden, Om, und vielen Dank.

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Dieser Artikel erschien ursprünglich auf unserer Schwester-Website MES Computing.