EU Data Act: Folgen für das Vertragsmanagement
Vertragsbestand mit KI auf Rechtskonformität prüfen und
Seit dem 12. September gilt der europäische Data Act. Das hat auch Konsequenzen für das Vertragsmanagement in einer Organisation, beispielsweise in Bezug auf Lizenzverträge oder beim Zugriff auf Sensordaten. Legal Tech hilft Organisationen, regulatorische Risiken in Echtzeit zu erkennen und kostspielige Verstöße zu vermeiden.
Datenlizenzverträge sind die Grundlage für einen rechtskonformen Umgang mit Daten. So benötigen Unternehmen, die beispielsweise Zugriff auf Sensordaten haben, entsprechende Datenlizenzverträge. Diese müssen dann präzise Informationen, wie etwa die Nennung von Sensoren, Schnittstellen und ähnlichem, beinhalten. Gemäß EU Data Act muss auch vertraglich festgelegt sein, unter welchen Bedingungen Daten an Dritte weitergegeben werden dürfen. Darüber hinaus verbietet die EU-Verordnung missbräuchliche Vertragsklauseln, wie zum Beispiel einen einseitigen Haftungsausschluss.
Mit Legal Tech Verträge auf EU-Konformität prüfen
Die Einhaltung dieser und weiterer Vorgaben müssen die Unternehmen jetzt umsetzen, sprich vorhandene Verträge und rechtliche Vereinbarungen mit den Vorgaben des EU Data Act abgleichen. Manuell ist eine solche Aufgabenstellung nicht effizient zu handhaben, zumal das Tagesgeschäft weitergehen muss.
Mit Legal Tech (Legal Technology) lassen sich juristische Prozesse digitalisieren, automatisieren und optimieren. In Unternehmen unterstützen Legal-Tech-Werkzeuge Rechtsabteilungen bei der Vertragsprüfung, Einhaltung von Compliance-Vorgaben und Risikobewertung.
„Mit dem EU Data Act wächst der Druck, Datenflüsse transparent und rechtskonform zu gestalten – ohne ein digitalisiertes Vertragsmanagement wird das künftig kaum mehr möglich sein”, sagt Jens Decieux, Vice President Strategy & Alliances bei STP.
Virtuelle Rechtsassistenten wie Legal Twin Contract Insights von der STP Informationstechnologie GmbH sind solch eine Legal Tech. Mit KI-Unterstützung analysiert die Software automatisiert Verträge und prüft einzelne Klauseln auf Abweichungen. Playbooks helfen, unternehmensspezifische Aspekte zu berücksichtigen. Diese Vorarbeit hilft Juristen in den Rechtsabteilungen, Risiken zu bewerten und ggf. Vertragsanpassungen gemäß EU Data Act vorzunehmen.
KI-gestütztes Vertragsmonitoring hilft Organisationen, regulatorische Risiken in Echtzeit zu erkennen und kostspielige Verstöße zu vermeiden. Moderne Werkzeuge können Tausende von Verträgen in Echtzeit scannen und Rechtsabteilungen frühzeitig auf potenzielle Risiken durch Unstimmigkeiten wie veraltete Klauseln oder gegen geltendes Recht verstoßende Formulierungen aufmerksam machen.