Verizon Business Marktstudie: Investitionen in IoT steigen
KI und Mobilfunktechnologie fungieren als Beschleuniger.
Eine aktuelle IoT-Marktstudie von Verizon Business verdeutlicht, dass das Interesse und die Investitionsbereitschaft im Bereich Internet of Things (IoT) bei Unternehmen weiterhin stark zunehmen. Besonders die Kombination aus IoT und künstlicher Intelligenz (KI) fungiert als Katalysator für Effizienzsteigerungen und eröffnet neue Möglichkeiten in verschiedensten Branchen.
IoT als Katalysator für Wachstum und Effizienz
Die Umfrage zeigt, dass Unternehmen vor allem durch Effizienz- und Produktivitätsgewinne vom IoT-Einsatz profitieren. Fortschritte bei KI-gestützten Videosystemen, 5G-RedCap, Network Slicing, Campusnetzen und eSIM-Technologien schaffen eine positive Erwartungshaltung hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung. Ein starker Return on Investment (ROI) wird durch die Einführung dieser Technologien belegt, wobei eine stabile Netzwerkinfrastruktur und eine professionelle IT-Integration als zentrale Voraussetzung für die Skalierung von IoT-Lösungen genannt werden.
Die Integration moderner Technologien in bestehende Systeme, die Aktualisierung der Infrastruktur sowie die Absicherung und Operationalisierung des IoT-Ökosystems stellen jedoch Herausforderungen dar. Viele Unternehmen setzen daher auf
KI als Schlüsselfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie
84% der Unternehmen betrachten KI als wesentlichen Faktor für das Internet der Dinge (IoT), 70% berichten von einer signifikanten Beschleunigung ihrer IoT-Projekte durch den Einsatz von KI. 82% geben an, dass die Integration von KI mit Video- oder Kameradaten entscheidende Erkenntnisse für Entscheidungen in Echtzeit ermöglicht.
Mehr als die Hälfte der Unternehmen nennt Effizienz- und Produktivitätssteigerung als primären Beweggrund für Investitionen in IoT-Lösungen. 98% erwarten innerhalb von zwei Jahren deutliche Vorteile durch IoT; zahlreiche Unternehmen prognostizieren einen Return on Investment (ROI) binnen weniger als zwölf Monaten. Laut Umfrage wird sich die Anzahl der IoT-Implementierungen mit mehr als 10.000 Geräten in den nächsten zwölf Monaten mehr als verdreifachen.
87% halten die Unterstützung durch Mobilfunknetzbetreiber bei der Systemintegration für unerlässlich. Über die Hälfte der Befragten plant, innerhalb der nächsten 12 bis 24 Monate Campusnetze einzusetzen – ein signifikanter Anstieg gegenüber der aktuellen Nutzung.
5G wird von 81% der Unternehmen als besonders wertvoll für laufende IoT-Projekte erachtet. 74% der Unternehmen beabsichtigen, 5G RedCap einzuführen; ebenso viele möchten Satelliten in ihre IoT-Strategie integrieren. RedCap (Reduced Capability) ist eine speziell für IoT entwickelte, abgespeckte 5G-Version.
Unverzichtbar zur Optimierung der Netzleistung, insbesondere in der Logistik und in Lieferketten, ist für 78% das sogenannte Network Slicing – eine Technik, bei der ein physisches Mobilfunknetz wie 5G in mehrere virtuelle, isolierte Netzwerke ("Slices") unterteilt wird, die jeweils individuell für unterschiedliche Dienste optimiert sind.
Die größte Herausforderung stellt für 43% der Unternehmen die Cybersicherheit dar.
Branchenspezifische Unterschiede in den Anwendungsfällen
Fertigung und Lagerhaltung: 59% der Unternehmen aus diesen Sektoren nennen Kosteneinsparungen als Hauptmotivation für die Implementierung von IoT-Lösungen.
Einzelhandel: Personalisierte Kundenerlebnisse sind für 83% der Einzelhändler der bedeutendste Anwendungsfall für IoT, entweder bereits umgesetzt oder in Planung.
Logistik und Lieferkette: 58% nutzen IoT zur Echtzeitverfolgung von Sendungen; in den kommenden ein bis zwei Jahren sollen Lagerautomatisierung und vorausschauende Wartung (jeweils 44%) hinzukommen.
Automobilindustrie: 94% der Hersteller erkennen in 5G die Schlüsseltechnologie für die erforderliche Geschwindigkeit sowie Bandbreite.
Transportwesen: 72% der befragten Unternehmen in diesem Bereich setzen IoT-Lösungen für das Flottenmanagement ein.
Gesundheitswesen: Die Fernüberwachung von Patienten ist mit 56% der wichtigste Anwendungsfall für IoT im medizinischen Bereich.
Energie und Versorgung: Smarte Zähler (60%) und intelligente Stromnetze (48%) stellen die verbreitetsten IoT-Anwendungen dar; das Management erneuerbarer Energien und die Optimierung der Energiespeicherung werden künftig weiter an Bedeutung gewinnen.
IoT-Daten mit KI und offenen Datenökosystemen voll ausschöpfen
„Das Internet of Things ist eine gewaltige Datenquelle. Die vernetzten Maschinen, IT-Systeme und gesamten Betriebsabläufe eines Unternehmens produzieren eine enorme Menge an Daten – Standort, Zustand, Anomalien, Bedrohungen, Betriebsfortschritt und -kontinuität und so weiter. IoT ist die Art und Weise, wie diese Daten gesammelt und analysiert werden, um Unternehmen Einblicke darüber zu geben, wie die Dinge laufen und wie sie verbessert werden können“, sagt Daniel Lawson, Senior Vice President, Global Solutions and IoT, Verizon Business.
Die enorme Menge an Daten, die durch das Internet of Things in Unternehmen entsteht, entfaltet ihr volles Potenzial allerdings erst dann, wenn sie nicht isoliert bleibt, sondern in gemeinsam nutzbaren Datenräumen zusammengeführt wird. Erst diese kollaborativen Datenökosysteme ermöglichen es – unterstützt durch KI –, Synergien zu schaffen, Prozesse zu optimieren, Ressourcen effizienter einzusetzen und die Wettbewerbsfähigkeit durch innovativere Ansätze nachhaltig zu stärken.
Strukturierte, geschützte Umgebungen, in denen sensible Informationen sicher geteilt, bearbeitet und ausgewertet werden können, gibt es in Deutschland für verschiedene Branchen mit den KI- und Datenraum-Initiativen von Gaia-X.